Jahrhunderthalle in Breslau

Mitten im Szczytnicki-Park steht sie, die Jahrhunderthalle in Breslau. Ein kolossales „Betonmonster“, das trotz seiner Größe eine bemerkenswerte Leichtigkeit ausstrahlt. Zwischen 1911 und 1913 vom visionären Architekten Max Berg erbaut, trotzt sie seither den Stürmen der Zeit und beherbergt ein buntes Potpourri an Veranstaltungen – von Konzerten über Messen und Sportereignissen bis hin zur wohl größten Sammlung oranger Stühle der Welt (vermutlich). Seit 2006 gehört die Jahrhunderthalle zum Weltkulturerbe der UNESCO.

Beim Betreten der Halle überkommt einen ein Gefühl der Ehrfurcht. Der riesige Raum, der von einer 65 Meter hohen, freitragenden Kuppel überspannt wird, erinnert unweigerlich an die Kathedralen der Moderne. Das Licht fällt durch die Glasfenster und lässt die geschwungenen Betonrippen in einem warmen Licht erstrahlen.

Die Jahrhunderthalle war und ist ein Symbol für die Stadt Breslau, ja für ganz Polen. Sie ist ein Beweis für die Innovationskraft des Menschen und die Schönheit des Funktionalismus.

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